LEBENSLAUF (1929-1991)

Samuel Fahrni wurde am 9.Mai 1929 in Luzern geboren und verlebte seine Jugendjahre mit seinen 2 brüdern in Ruswil. schon mit 3 jahren verlor er seinen vater. In Zürich absolvierte er seine Lehre als Bildhauer bei Meister Vitali, der ihn vertraut machte mit der Einfachheit der Formen, durch die Herstellung von Kinderspielzeug. Da er sich schon immer von der Volkskunst, speziell jener des Alpenraum angezogen fühlte, fand er 1951 den Weg ins Engadin, gründete mit Carla Mordasini eine Familie und betreute mit ihrer tatkräftigen Mithilfe einen kleinen Handwerkerbetrieb der ihn vom Kunsthandwerk unabhängig machte. In st.moritz kamen die drei töchter, rebecca, simone und esther zur welt, WO DIE FAMILIE VIELE JAHRE LEBTE. Nachdem die drei  Töchter ausgezogen waren, leistete sich das Ehepaar eine zweite Bleibe in der Remise des hotel Bregaglia in Promontogno. So pendelten sie zwischen dem Engadin und dem Bergell und teilten das Arbeitspensum zwischen Handwerk und Kunst in 2 Wochenhälften. Ein grosser Traum vom eigenen Atelier, in dem man ungestört seinen unerschöpflichen Phantasien Ausdruck verleihen konnte und zudem noch ein beliebter Treffpunkt für die Kinder, Enkel und Freunde zu haben, ging in Erfüllung. Leider währte dieses Glück nicht  einmal bis zur Pensionierung, im Februar 1991, gab er den Kampf gegen den Krebs auf und kehrte heim zu seinem Schöpfer, an den er unerschütterlich glaubte. Uns allen hinterlässt er eine grosse Vielzahl von Spuren. Wo immer man im Oberengadin hinschaut, kann man Werke aus seiner Hand antreffen. Er komponierte für viele Schreinereien die Schnitzereien ( Rominger, Hollinger, Bop, Malloth ). in den meisten Hotels, Villen in Suvretta, im Hallenbad etc. findet man seine unverwechselbare Handschrift seines KönneNs, sei es in form von Schnitzereien oder auch Scraffitis. In vielen kleinen Dingen sah er Schönes, restaurierte  alte Möbel, wandelte jedes geschwungene Stück holz, alte Eisenbeschläge, ALTE Nägel, Möbelknöpfe, TÜRFALLEN UND SCHARNIERRESTEN in einen Gebrauchsgegenstand oder eine Miniaturskulptur um. DIE MINIATUREN SIND AUF HOLZBLÖCKE GENAGELT UND MIT TEILWEISE RECHT KNALLIGEN FARBEN BEMALT, ODER EINFACH MIT DEM HAMMER IN DIE RICHTIGE FORM GEBRACHT WORDEN. Die Holzskulpturen von Samuel Fahrni beeindrucken durch ihre Vielfältigkeit in Ausdruck, Bearbeitung und Gestaltung. Seine abstrakten Figuren drücken ungewollt das aus, was man beim Schaffen grossartiger Naturvölker immer wieder feststellen kann. Schlichte Vollendung einer einfachen, erhebenden Form. Das Werk Samuel Fahrnis, entspringt einer sensiblen, naturverbundenen, gläubigen Seele. herb und klar zeichnen seine formen. sein leben ist dem handwerk und vorwiegend dem Rohstoff holz gewidmet. Samuel fahrnis skulpturen, seien sie nun in stein oder holz geformt, künden von einem meister, der auf die elementare absicht des materials eingeht. seine arbeiten dienen der vollkommenheit der form. die linien, die er in die natur einwebt, sind nichT willkürlich angelegt, sonDern aus dem rohstoff empfunden. er gibt auf solche art urchiges, herbes leben weiter. daraus ergibt sich eine fast magische ausstrahlung seiner werkE.

Ausstellungen.html